Ich habe altes Super 8 Material, natürlich in 4:3

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Ich habe altes Super 8 Material, natürlich in 4:3

Beitrag von Brucki2 » 06.02.2021, 10:18

Ich habe den Film digitalisiert und will ihn jetzt in 4:3 bearbeiten. Ich habe den Schalter im FCPX noch nicht gefunden. Weiß da jemand bescheid?

Schneiderlein
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Beitrag von Schneiderlein » 06.02.2021, 10:50

Welchen "Schalter" suchst du denn?
Korrekt wäre, ein neues, richtiges Projekt zu erstellen.



Bild



lg,
chris

edit: ginge auch natürlich auch interlaced, aber dagegen habe ich mich entschieden, weil ich glaube, dass du ehr mit dem Endprodukt am Rechner bleibst.

Dumbeldore
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Beitrag von Dumbeldore » 06.02.2021, 11:28

Super 8 - Ist doch Film, oder?

Dann dürfte je nach "Digitalisierungsgrad" die Auflösung von 720x576 deutlich zu tief gewählt sein. 1080 oder gar 2160 Zeilen dürften dann das Zielformat werden.
Zu bedenken wäre auch die Bildfolge. Sind es aufnahmen die in 24p entstanden sind, dann ist eine Timeline in 24p logisch, 25p wären aber auch problemlos denkbar.
Wenn aber das Material aber in (was war es damals möglich?) 16p oder 18p vorliegt, wäre ich gespannt auf Vorschläge wie man damit am besten umgeht.

LG

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Re: Ich habe altes Super 8 Material, natürlich in 4:3

Beitrag von Schneiderlein » 06.02.2021, 11:35

Brucki2 hat geschrieben:Ich habe den Film digitalisiert und will ihn jetzt in 4:3 bearbeiten.
Berechtigter Einwand, Dumbel.
Ich glaube, Brucki2 muss hier nochmal Infos nachliefern, sonst wird das zu nichts führen.

lg,
chris

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Frank Vogelskamp
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Beitrag von Frank Vogelskamp » 06.02.2021, 11:50

Interessant wäre zu wissen, in welcher Auflösung das digitalisiert wurde ;-)

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Zusatzinfos zu Super 8

Beitrag von Brucki2 » 06.02.2021, 12:03

Also, mein Problem ist nicht der Film als solches. Der ist ja OK. Nein die Bildgröße ist es.

Da 4:3 beidseitig den berühmten schwarzen Rand hat möchte ich, dass mein importierter
Film eben diesen beidseitigen scharfen Bildrand hat, wie auch in 16:9

Jetzt habe ich ein 16:9 Bild mit einem wabbelnden 4:3 Film drin, der in dem viel zu breiten 16:9 Feld
mit unscharfen Kanten herumflimmert. Muss das sein?

Der von mir bezeichnete Schalter ist natürlich nicht physisch gemeint oder als graphisches Elemet, sondern so,
dass irgendwo in einem Menü eine Möglichkeit bestehen könnte,
dass man das Bildformat auf 4:3 umstellen kann.

Einfach nur zoomen bringts ja nicht, weil ja dann oben und unten viel verloren geht.

Vielleicht wirkt sich ja das Brennprogramm auch so aus, dass nach Einstellung auf 4:3
überschüssiges Bildmaterial automatisch abgeschnitten wird. Das hätte natürlich nur den Nachteil,
dass man dies bei der Bearbeitung mit FCPX nicht sieht.

Ich kann mir ja nicht vorstellen, Dass ich der Erste bin, welcher Super 6 Filme mit FC bearbeitet.
Daher hier meine Frage.

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Beitrag von Frank Vogelskamp » 06.02.2021, 12:09

Welche Auflösung hat der digitalisierte Film?

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Re: Zusatzinfos zu Super 8

Beitrag von Schneiderlein » 06.02.2021, 12:13

Brucki2 hat geschrieben: Vielleicht wirkt sich ja das Brennprogramm auch so aus, dass nach Einstellung auf 4:3
überschüssiges Bildmaterial automatisch abgeschnitten wird.
Also richtig geraten, es geht am Ende auf eine DVD.
Dann würde ich, wie oben beschrieben vorgehen -
also SD Projekt nach den Settings oben.

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Viele Dank

Beitrag von Brucki2 » 06.02.2021, 13:14

allen, die sich an dieser Diskussion jetzt beteiligt haben. Ich habe eben den "Schalter" gefunden.

Wie vom Schneiderlein auch abgebildet lässt sich aber auch nachträglich noch
das Projekt auf ein anderes Format umstellen.

Ich werde trotzdem den Film nochmals neu importieren.
Und nein, ich betrachte mir keine Filme am PC. das ist mir zu ungemütlich. Außerdem schauen ja auch andere mit und in meinem Studio ist nur Platz für zwei Stühle.

Dumbeldore:
Ja, Super 8 ist Film
Vogelskamp:
Den Digitalisierungsgrad kann man bei diesem Projektor nicht einstellen und die Bildanzahl ist ja von der Aufnahme her schon vorgegeben. Ich hoffe, der Film wurde mit 24 Bildern erstellt und nicht nur mit 18!!

Also noch mal_ Danke für die Hilfe. Ich würde sonst immer noch suchen .

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Beitrag von Dumbeldore » 06.02.2021, 13:54

Oh je, daraus (also aus dieser Diskussion) sind nun aber viele Fallstricke und weitere wichtige Fragen entstanden...

WICHTIG wäre zu wissen:
Welche Auflösung hat der digitalisierte Film?
Welche Framerate hatte der ORIGINALE analoge Film?

Auf Teufel komm raus Pal-SD zu wählen, weil es von Natur aus so schön quadratisch ist, ist Killefitt!
Dann hättest Du dir die Mühe gemacht deinen Film für die Nachwelt zu digitalisieren, nur um in auf das schlechteste denkbare Format und Medium (DVD) zu transferieren.

Man kann auch in HD mit 4:3 arbeiten, oder korrekt 16:9 konform bleiben und dann schöne gerade schwarze Blenden über den wabernden Bildrand legen.

Aber bitte nicht voreilig DVD´s brennen. Im Zweifel halten die nicht (mehr) so lange durch wie das Super-8 Material...

Gut gemeinte Grüße

Traveller
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Beitrag von Traveller » 06.02.2021, 14:01

Frank Vogelskamp hat geschrieben:Welche Auflösung hat der digitalisierte Film?
Das bleibt konsequent ein Geheimnis.

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Achtung, ich verrate ein Geheimnis

Beitrag von Brucki2 » 06.02.2021, 15:35

Also :-)
aufgrund Eurer Hartnäckigkeit und weil es mich natürlich selbst auch interessiert,
habe ich mir die Bedienungsanleitung nochmal vorgenommen.
Und siehe da: am Ende der französischen Anleitung gibt es tatsächlich technische Angaben - in Französisch natürlich.
In der deutschen Anleitung steht kein Wort davon.

Da steht also
Auflösung 1440 x 1080
Dateiformat mp4
Bildrate 30fps - ist ja bedeutungslos, weil die Digitalissierung Bild für Bild erfolgt

Wichtig wären die fps beim Filmen. Da hat man früher aus kostengründen zumindest am Anfang der Filmerei nur mit 18 Bildern gefilmt. 24 Bilder konnte auch nicht jede Hardware.

Aber das merkt man schnell. ob der Film zu schnell oder zu langsam läuft.

Nach diesen Informationejn stellt sich natürlich die Frage:
Export als 1080P HD 25fps (24 werden im FCPX nicht angeboten). Ich probiere es sofort.
auf ans Werk. Gruß an alle

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Frank Vogelskamp
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Beitrag von Frank Vogelskamp » 06.02.2021, 15:49

Das ist eigentlich die wichtigste Info bisher, warum nicht so?

Bild

Traveller
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Beitrag von Traveller » 06.02.2021, 16:22

Und natürlich gibt‘s auch entgegen deiner Meinung 24p. Aber ist ja egal.

Wenn du sowieso auf eine DVD willst, dann könntest du auch gleich
ein Projekt in PAL SD 25p nehmen (720x575), 4:3 (nicht anamorph).

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HerbyDerby
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Re: Zusatzinfos zu Super 8

Beitrag von HerbyDerby » 06.02.2021, 19:14

Brucki2 hat geschrieben:... dass irgendwo in einem Menü eine Möglichkeit bestehen könnte,
dass man das Bildformat auf 4:3 umstellen kann.

Einfach nur zoomen bringts ja nicht, weil ja dann oben und unten viel verloren geht.
Und wie soll das gehen? Da fehlt doch schlicht Bildinhalt ...

Bild

4:3 sind 1,33:1, und 16:9 sind 1,78:1 - das 4:3-Bild ist also um 0,45 Breiten-Einheiten schmaler, dort ist schlicht nichts. Ein Bild von 4:3 auf einem 16:9-Monitor bedeutet immer Zoomen + Abschneiden oder schwarze Ränder.

Also kannst Du nur zoomen, wenn Du keinen Rand haben willst, aber dabei gehen oben und unten natürlich Bildinhalte verloren.
Oder Du lässt das Bild, hast dann aber rechts und links schwarze Ränder - woher soll der Bildinhalt auch kommen?

Naja, Du kannst das Bild natürlich auch verzerren - lauter glückliche, gemütliche dicke Menschen in besonders langen Autos, die aus kurzen, dickbauchigen Tassen und Gläsern trinken und mit ellipsoiden Fußbällen spielen ... ;)

Es gibt Fragestellungen und Lösungsansätze, die bringen mich bisweilen an den Rand meiner Untiefen.

Das sollte einem in diesem Zusammenhang zu Denken geben:
https://www.youtube.com/watch?v=7haqnQv ... e=youtu.be

Traveller
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Beitrag von Traveller » 06.02.2021, 20:50

Ein Klassiker. Auf der Fernbedienung jedes DVD-Players gibt‘s die Geometrietaste: Balken, Zoomen, dicke Menschen ... freie Auswahl. Ich glaube, der Dicke-Menschen-Modus ist der beliebteste, weil so der Fernseher voll wird.

Dumbeldore
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Beitrag von Dumbeldore » 07.02.2021, 13:57

Frank Vogelskamp hat geschrieben:Das ist eigentlich die wichtigste Info bisher, warum nicht so?

Bild
NUR SO, und falls gewünscht dann aus dem ProRes-Master hinterher einen DVD oder was auch immer machen, aber bitte bitte NUR SO bearbeiten. Alles andere macht keinen Sinn.

BTW:
Was passiert mit einem 30p Clip wenn man ihn in eine 24p Timeline steckt? Und was wäre am sinnvollsten zu tun wenn die Aufnahmen früher doch in 18p gedreht wurden?

Traveller
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Beitrag von Traveller » 07.02.2021, 16:36

"am Ende der französischen Anleitung gibt es tatsächlich technische Angaben - in Französisch natürlich.
In der deutschen Anleitung steht kein Wort davon.

Da steht also
Auflösung 1440 x 1080
Dateiformat mp4
Bildrate 30fps"



Es interessiert nicht, was in der französischen Anleitung steht, sondern welche Parameter deine Clips tatsächlich haben, die du in fcp importiert hast. Lass sie dir anzeigen und gib Bescheid.

Dumbeldore. da man nur von 25p eine PAL DVD brennen kann, wäre 30p ein Problem. Workarounds gibt es natürlich.

Da Brucki der Zweite aber im Aus-der-Nase-ziehen-lassen-Modus ist, kann man so bisher nicht sagen, was in seinem Fall genau zu tun wäre mit dem Ziel DVD.



"Bildrate 30fps - ist ja bedeutungslos, weil die Digitalissierung Bild für Bild erfolgt"

Ist nicht bedeutungslos. Irgend welche fps müssen die Videofiles haben. Oder sind es Einzelbildfolgen?

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MovieMaker
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Beitrag von MovieMaker » 10.02.2021, 21:28

In den seligen analogen Super-8-Zeiten waren 18 Bilder/Sekunde ("18p") normal, das Filmmaterial war teuer.

Früher wurde für ein Überspielen auf analoges Video oder ein Digitalisieren z.B. auf DV-Format der S8-Film mit 16 2/3 Bilder/Sekunde abgespielt um mit einem glatten Vielfachen auf die 50 Halbbilder ("50i") des PAL-Standards zu kommen.

(Heute wird hoffentlich normalerweise jedes Filmbild "progressiv" abgespeichert.)

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Beitrag von Dumbeldore » 11.02.2021, 10:12

Eine heutige Möglichkeit wäre ein 18p-Material in einer 50p Timeline zu bearbeiten, und dabei vorher jedes ursprüngliche Frame auf 3 Frames verlängern.
Das wären dann rechnerisch zwar 3x18=54 Frames/s, die dann aber bei einer Abspielgeschw. von 50 Frames /s "nur" um 7,4% langsamer ablaufen. Da nicht auffällt, dass 24p Kinofilme auf 25p TV´s um 4,2% schneller laufen dürften die 7,4% langsamer auch nicht ins Gewicht fallen.

Jedenfalls würde man sich das Gewürge mit jedes x-te Halbbild usw. ersparen und hätte ein fein sauberes "progressives" 50p-Master-Filmchen.

Nach belieben kann man dann ja wieder alles schlechter, also 50i daraus machen und auf eine 720x576-Auflösung für eine PAL-DVD runter rechen.

Oder spräche was gegen diese Vorgehensweise?

LG

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Beitrag von Traveller » 11.02.2021, 11:45

Könnte man wohl so machen. Setzt aber voraus, dass die vorhandene Abtastung tatsächlich Frame für Frame erfolgt ist. Diese 30p-Angabe spricht allerdings massiv dagegen.

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Beitrag von Dumbeldore » 11.02.2021, 12:33

Ich hoffe und mutmaße mal für Brucki2, dass die gescannten Files "nur" als 30p markiert sind und - so wie er schrieb - wirklich Bild für Bild gescannt wurden.
Würde technisch gesehen zu einem nicht näher definierten (mutmaßlich "günstigen") Film-Scanner passen. ;-)

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Beitrag von Dumbeldore » 11.02.2021, 12:43

Dumbeldore hat geschrieben:Eine heutige Möglichkeit wäre ein 18p-Material in einer 50p Timeline zu bearbeiten, und dabei vorher jedes ursprüngliche Frame auf 3 Frames verlängern.
Das wären dann rechnerisch zwar 3x18=54 Frames/s, die dann aber bei einer Abspielgeschw. von 50 Frames /s "nur" um 7,4% langsamer ablaufen. Da nicht auffällt, dass 24p Kinofilme auf 25p TV´s um 4,2% schneller laufen dürften die 7,4% langsamer auch nicht ins Gewicht fallen.

Jedenfalls würde man sich das Gewürge mit jedes x-te Halbbild usw. ersparen und hätte ein fein sauberes "progressives" 50p-Master-Filmchen.

Nach belieben kann man dann ja wieder alles schlechter, also 50i daraus machen und auf eine 720x576-Auflösung für eine PAL-DVD runter rechen.

Oder spräche was gegen diese Vorgehensweise?

LG
Nachtrag:

Da 3 hintereinander gleiche Frames „netto gesehen“ weniger als 18 Bilder/s bedeuten, würde das ehemals eh schon ruckelige Filmerlebnis noch ein wenig ruckeliger werden.

Alternativ könnte man auch in einer 60p-Timeline Arbeiten. Gleiche Vorgehensweise…
18x3 Bilder = eigentlich 54 Bilder/s, aber als 60p-File dann um 11,11 % schneller abgespielt!

Müsste man je nach Geschmack mal ausprobieren. Allerdings wäre dann der „geschmeidige“ Weg zu einer PAL-DVD dahin.
Evtl. zweigleisig fahren und ein 50p und 60p Version daraus machen. Ist ja nur ein einfacher zusätzlicher Schritt.

LG

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Beitrag von pjw » 13.02.2021, 22:07

Tatsächlich würde ich hier ausnahmsweise mal Adobe Premiere empfehlen. Das kann 18p Timelines...

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Beitrag von Traveller » 14.02.2021, 01:38

Nett, bringt aber nichts mit Ziel DVD statt Computer.

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Super 8

Beitrag von Brucki2 » 14.02.2021, 08:30

Es ist für die Bearbeitung im FCPX völlig egal, wie das Ausgangsmaterial ist, denn ich muss ja für die Anpassung zum Originalfilm lediglich das Geschwindigkeitsverhältnis eingeben und dann rechnet das Programm alles um.

Der Scanner liefert also 30 Bilder/Sec - so ist der Film eingescannt und so wird er auch importiert.
Dann wird das Tempo auf 60% eingestellt (=18/30) und schon stimmt alles.

(Übrigens hat ein 18fps-Film bei 10Minuten Filmlänge 10800 Bilder.
Bei einer Scangeschwindigkeit von 2Bildern/Sekunde ergibt das eine Scanzeit von 90Minuten - hoppela!)

Wie FCPX das mit dem Tempo umsetzt, weiß ich nicht, denn halbe Bilder gibt es nicht, aber man muss das auf die ganze Filmlänge beziehen und nach einer Sek ist ja kein Schnitt. Also gibt es auf die Sekunde umgerechnet schon halbe Bilder/sec oder natürlich auch andere Brüche.
Das der Film am Ende bei 25fps etwas mehr ruckelt, ist schon möglich, aber da ruckelt so viel, dass es darauf nicht mehr ankommt.

Der Film wird dann ja beim Export letztendlich auf 25fps umgerechnet.
Wer dann meint, nach dieser Rechnerei und dem wackeligen Original kommt ein Film raus, wie aus einem modernen SONY-Camcorder mit BOSS-Stabilisator, der wird enttäuscht sein.

Übrigens brenne ich BluRay 1440x1080/25 und die Qualität ist optimal.

Das Bildformat ist wie gewünscht ein scharfkantiger 4/3 Film mit beidseitig schwarzem Streifen.
Da wird nichts abgeschnitten, gezerrt oder verbogen und ich brauche auch am Player nichts einzustellen.

Bei der Bildbearbeitung komme ich allerdings um das Stabilisieren nicht herum. Das liegt aber mehr an der unruhigen Kameraführung. Man muss auch zuerst stabilisieren und dann erst das Tempo ändern,
denn nach der Tempoänderung wir das Stabilisieren nicht mehr angeboten.

Es bietet sich auch an, den ursprünglich ungetrennten Film zumindest dort zu trennen, wo Szenen stabilisiert werden müssen. Selbst wenn man alles stabilisieren will, sollte man den Film in Szenen schneiden.
Macht viel Arbeit, aber am Stück stabilisiert kommt nichts Brauchbares dabei heraus.

Soweit meine Erfahrungen.

Es hat mich schon gewundert, wie viele sich an diesem Thema beteiligt haben. Das Angebot an 8mm-Hardware ist ja inzwischen fast Null, was mir jetzt ein Problem bereitet, denn mein Scanner hat gestern nach nur 17 Filmen den Dienst quittiert. Getriebeschaden an der Filmspule - also nix mehr mit aufwickeln :-( - und Garantie ist schon abgelaufen.

Frohes Schaffen und bleibt gesund! Gruß Brucki2

Traveller
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Beitrag von Traveller » 14.02.2021, 10:30

„Optischer Fluss“ gefunden?

Dumbeldore
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Re: Super 8

Beitrag von Dumbeldore » 14.02.2021, 18:10

Brucki2 hat geschrieben:Der Scanner liefert also 30 Bilder/Sec - so ist der Film eingescannt und so wird er auch importiert.
Dann wird das Tempo auf 60% eingestellt (=18/30) und schon stimmt alles.

Der Film wird dann ja beim Export letztendlich auf 25fps umgerechnet.

Übrigens brenne ich BluRay 1440x1080/25 und die Qualität ist optimal.
Hiernach wirst Du einen 18p Film in einer 30p Timeline verwursten, dort verlangsamen um auf die Originalspielzeit von Rohmaterial zu kommen und dann nochmal irgendwie in ein 25p umzumodeln. Das ist kein optimaler Weg!
Dumbledore hat geschrieben:Eine heutige Möglichkeit wäre ein 18p-Material in einer 50p Timeline zu bearbeiten, und dabei vorher jedes ursprüngliche Frame auf 3 Frames verlängern.
Das wären dann rechnerisch zwar 3x18=54 Frames/s, die dann aber bei einer Abspielgeschw. von 50 Frames /s "nur" um 7,4% langsamer ablaufen. Da nicht auffällt, dass 24p Kinofilme auf 25p TV´s um 4,2% schneller laufen dürften die 7,4% langsamer auch nicht ins Gewicht fallen.

Jedenfalls würde man sich das Gewürge mit jedes x-te Halbbild usw. ersparen und hätte ein fein sauberes "progressives" 50p-Master-Filmchen.

*****

Nachtrag:

Da 3 hintereinander gleiche Frames „netto gesehen“ weniger als 18 Bilder/s bedeuten, würde das ehemals eh schon ruckelige Filmerlebnis noch ein wenig ruckeliger werden.

Alternativ könnte man auch in einer 60p-Timeline Arbeiten. Gleiche Vorgehensweise…
18x3 Bilder = eigentlich 54 Bilder/s, aber als 60p-File dann um 11,11 % schneller abgespielt!
Da du ja nun doch eine Blu-Ray brennen möchtest (Gute Idee ;-)), kannst Du nun auch einfach aus den 1080/50p/60p-Mastern eine 10850/50i/60i-Version , oder eine 720/50p/60p auf BD-Brennen.
Alle vier Varianten entsprechen der BD-Spezifikation und du hättest jeweils saubere (leicht schnellere oder leicht langsamere) Versionen.

Falls Du dennoch die originale Spielzeit der damaligen 18p erhalten möchtest, kommst Du um den "optischen Fluss" (siehe Traveller) nicht herum. Bedeutet aber Rechnerei ohne Ende und keine Garantie dafür, dass es den Filmgenuss hinterher steigert.

LG

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Beitrag von Brucki2 » 14.02.2021, 20:22

Hallo Dumbeldore.
bevor ich mir das Ganze zum dritten mal durchlese der Punkt, welcher mir am unklarsten ist: wie bitte soll ich ein Frame verdreifachen? Ich habe keine Einzelframes, oder?

Da ich jetzt auf die Ersatzteile für meinen Scanner warten muss, habe ich genug Zeit zum experimentieren.
Gib mir doch einen Tipp für die Dreifachframes. Ich probiere das gerne aus.
Oder muss ich einfach in der 50p Timeline die Filmlänge verdreifachen

Die bisherigen Rechnereien haben ja unterschiedliche Gründe und Auswirkungen. Die 60% Rechnung bringt mir die Originalgeschwindigkeit.
Die Umrechnung auf 25p dagegen ändert an der Geschwindigkeit gar nichts, sondern bringt das Video auf die Taktrate des TV.

Also im Moment wird der 30fps lediglich auf 18fps abgebremst. Das verlängert die Projektionszeit pro Einzelbild.
Was also sollen die zusätzlichen Bilder bewirken und wo hole ich die her?

Ich würde das gerne ausprobieren. Man kernt nie aus :-)

Gruß
Brucki 2

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Beitrag von Frank Vogelskamp » 14.02.2021, 20:23

Ich habe hier gerade einen Super 8 Scanner von Reflecta, der macht wirklich Einzelbilder.

Bild

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Beitrag von Frank Vogelskamp » 14.02.2021, 20:24

Allerdings:

Bild


Muss man nicht verstehen...

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Super 8

Beitrag von Brucki2 » 14.02.2021, 20:25

Mein Scanner scannt Einzelbilder, die er dann als mp4-Film automatisch zusammensetzt. Feine Sache, wenn alles funktioniert :-)

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Super 8

Beitrag von Brucki2 » 14.02.2021, 20:33

Hallo Vogelkamp, das ist mein Scanner, lediglich mit einem anderen Firmennamen. Wahrscheinlich kommt das Zeug alles aus China oder die Richtung. Aber da stimmen alle Details:

NX-4294-919 HD-XL-Film-Scanner & -Digitalisierer für Super 8 & 8 mm.

Meiner ist bei Pearl gekauft. Etwas billiger :-)

http://www.somikon.de/Super-8-Scanner-NX-4294-919.shtml

So ein Zufall. :-)

Brucki2
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Super 8

Beitrag von Brucki2 » 14.02.2021, 20:37

Als Ergänzung:
Der Scanner liefert Filme in .mp4 und Dateien mit .CTG - was immer das bedeuten soll.

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Re: Super 8

Beitrag von Frank Vogelskamp » 14.02.2021, 20:38

Brucki2 hat geschrieben:Mein Scanner scannt Einzelbilder, die er dann als mp4-Film automatisch zusammensetzt. Feine Sache, wenn alles funktioniert :-)
ja, der macht dann auch einen 1080p oder 720P Film draus, wenn man will :-)

Traveller
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Beitrag von Traveller » 14.02.2021, 20:38

Mal pragmatisch. Du hast Einzelbilder, aber die Sollgeschwindigkeit hat weder mit 25 noch 30p etwas zu tun.
Du brauchst 25p, oder für Blu-ray sogar besser 24p. Also rein mit deinem Material in eine solche Timeline. Speed Change so, dass die Bewegungen natürlich sind, ausrechnen oder einfach ausprobieren. Optical Flow anwerfen, das ist Bildinterpolation, um das prinzipbedingte Stottern zu lindern.

Wie sieht’s aus?

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Re: Super 8

Beitrag von Dumbeldore » 15.02.2021, 07:33

Brucki2 hat geschrieben:Oder muss ich einfach in der 50p Timeline die Filmlänge verdreifachen
Genau so! ;-) Nicht ganz, da der Film ja als 30p getaggt ist, musst mal rechnen um wieviel % dann verlängert werden muss...
Brucki2 hat geschrieben:Die bisherigen Rechnereien haben ja unterschiedliche Gründe und Auswirkungen. Die 60% Rechnung bringt mir die Originalgeschwindigkeit.
Die Umrechnung auf 25p dagegen ändert an der Geschwindigkeit gar nichts, sondern bringt das Video auf die Taktrate des TV.
So rechnest Du aber unnötiger weise 2x an deinem Material rum...
Beim 60% verlangsamen hast Du doch in einer 30p Timeline hinterher Trotzdem 30 Bilder Pro Sekunde. Alles was Fehlt wird irgendwie interpoliert.

Und dann müssen die 30 Bilder/s wieder auf 25 Bilder /s reduziert werden. Entweder durch schlichtes weg lassen oder WIEDER durch Interpolation. Du interpolierst also die Interpolation. Das ist Grütze!

Dann könntest Du auch gleich (siehe Traveller) alles in eine 25p oder 24p Timeline schieben und dort dann (nur 1malig) den Speed ändern.

Aber ich wiederhole ;-)
Dumbeldore hat geschrieben:Bedeutet aber Rechnerei ohne Ende und keine Garantie dafür, dass es den Filmgenuss hinterher steigert.

Dumbeldore
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Re: Super 8

Beitrag von Dumbeldore » 15.02.2021, 10:23

Brucki2 hat geschrieben:Die Umrechnung auf 25p dagegen ändert an der Geschwindigkeit gar nichts, sondern bringt das Video auf die Taktrate des TV.
PS - Gerade drüber gestolpert:

Ich möchte Wetten, dass Dein TV (wie auch bestimmt 99% aller TV´s) auch 30p/60i Material problemlos abspielt.
Somit könntest Du den Gedanken Deine Filme zwingend auf eine TV-Taktrate von 25 zu bringen einfach begraben.

LG

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Beitrag von finalcutter » 15.02.2021, 10:31

Wird die DVD hinterher über einen Consumer-Player abgespielt, der automatisch auf HD/UHD hochinterpoliert?

Traveller
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Re: Super 8

Beitrag von Traveller » 15.02.2021, 11:16

Dumbeldore hat geschrieben:Bedeutet aber Rechnerei ohne Ende und keine Garantie dafür, dass es den Filmgenuss hinterher steigert.
Ausprobieren schlägt Theorie. Es reicht ja mal eine Minute, muss ja nicht gleich der ganze Film sein. Wie schnell Optical Flow rechnet, hängt extrem vom Rechner ab. Aber ehrlich - wenn das Ergebnis hinhaut, ist es doch egal, ob's quasi in Realtime geht oder über Nacht?

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