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chb
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 04.08.2004
Beiträge: 1223
Firma: machdas film

Verständnisfrage Dreh USA
22.02.2015, 23:09

Hallo,
wenn man in den USA gegen Geld dreht, dann benötigt man offiziell eine Arbeitserlaubnis.

Wenn ich jetzt in die USA fliege, weil da eine Geschichte ist, die ich gerne filmisch festhalten möchte, es aber keinen Auftraggeber und keinen Auftrag gibt, wie ist das dann?

Also ich drehe etwas was mich persönlich interessiert und evtl. kann ich es irgendwann mal verkaufen, oder Teile davon.
Brauche ich dann ein Journalistenvisum? Ich fliege alleine, die Cam wäre wohl eine BMPCC oder BMPC mit nem Satz Primes.

Oder ist das mein Privatspass?

Hat da jemand Ahnung?

Danke
ChB
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helga
Senior Cutter


Anmeldungsdatum: 04.10.2007
Beiträge: 528

Re: Verständnisfrage Dreh USA
23.02.2015, 17:46

So weit ich weiß: Die Gewerkschaften in den USA sind sehr restriktiv. Eine deutsche Produktion muss auch Amerikaner beschäftigen. Aber wenn einer für sich privat dreht - - -
Ansonsten mal die deutsche Botschaft fragen. Die hängen das ja auch nicht an die große Glocke.
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pjw
Final Cut Director


Anmeldungsdatum: 23.07.2004
Beiträge: 3495

Re: Verständnisfrage Dreh USA
24.02.2015, 04:30

helga hat folgendes geschrieben:
So weit ich weiß: Die Gewerkschaften in den USA sind sehr restriktiv. Eine deutsche Produktion muss auch Amerikaner beschäftigen.

...und auch noch alle im Abspann nennen! ;D

Mit Schummeln ist da nix drin, denn die NSA kriegt ja alles mit und Leute, die auch nur ein Handy mit Kamerafunktion mitführen, werden äußerst pedantisch am Zoll befragt, die Fingerabdrücke abgenommen und sogar einem Retinalscan unterzogen.
Also am besten gleich eine Greencard beantragen. Leute aus Bayern (am besten mit Lederhose) sind immer willkommen.
;)
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pjw
Final Cut Director


Anmeldungsdatum: 23.07.2004
Beiträge: 3495

Re: Verständnisfrage Dreh USA
24.02.2015, 16:54

Mal im Ernst, bevor ich mich hier unbeliebt mache: Es kommt immer auf deine Intention, deinen Reisezweck an und wie du den vermittelst. Wenn du schreibst, dass du die USA besuchen und auch dort private, Aufnahmen machen möchtest, dann hat da sicher niemand was dagegen (in den meisten Fällen kann man dort einfacher drehen als hier). Aber ob sie dir das am Zoll bei einer Kamera mit fettem Rig abnehmen, steht auf einem anderen Papier. Ggf. würde ich die Technik dort mieten.
Ein Journalistenvisum wirst du vermutlich nur bekommen, wenn du Journalist bist und auch hier einen Journalistenausweis hast.
Was aus der Sache wird, wenn du wieder in Dt. bist, juckt vermutlich keinen mehr, außer es sind Persönlichkeitsrechte davon betroffen.

Übrigens haben die Filmgewerkschaften der USA auch für No/Low-Budget Projekte eigene Regelungen. Wenn die Mitwirkenden vertraglich an dem künftigen Gewinn beteiligt werden, ist das ok. Wenn der Film foppt, dann haben eben alle Pech gehabt.
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chb
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 04.08.2004
Beiträge: 1223
Firma: machdas film

Re: Verständnisfrage Dreh USA
24.02.2015, 21:11

Das kann ich bieten. Mit in Lederhose drehen habe ich in Rom sehr gute Erfahrungen gemacht, ist aber schon eine Weile her.

Aber ich habe mich jetzt auch ein wenig schlau gemacht und denke, ich werde ein Journalistenvisum beantragen.

Damit dürfte alles sicher sein.

G
ChB

pjw hat folgendes geschrieben:
Leute aus Bayern (am besten mit Lederhose) sind immer willkommen.
;)
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Sue
Junior Cutter


Anmeldungsdatum: 24.10.2009
Beiträge: 425
Firma: MediaTech

Dreh mit Auftrag in USA
27.02.2015, 09:40

Moin zusammen,
Ist ja schon witzig, dass CHB diesen Thread aufmacht, habe gerade gestern eine Anfrage für zwei Wochen Dreh in Boston und San Francisco reinbekommen und keine Ahung, was für ein Visa ich brauchen werde.
Hat von euch einer schon mal im Auftrag einer deutschen Firma in ihren amerikanischen Niederlassungen gedreht?
Oder war gar so frech und hat auf einer Messe den dortigen Messestand aufgenommen?
Soll ja nicht erlaubt sein..
Und was ist wenn ne kleine Ausrüstung mitgenommen wird?
Man hört ja immer so Schauergeschichten, dass einem alles abgenommen wird.
Ist Mieten vor Ort der bessere Weg?
Danke schon mal für eure Infos
LG
Sue
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chb
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 04.08.2004
Beiträge: 1223
Firma: machdas film

Re: Dreh mit Auftrag in USA
27.02.2015, 10:30

Hallo,

das habe ich auch schon gemacht. Da war es allerdings so, dass wir uns nicht in freier Wildbahn bewegt haben.
Es war ein abgesperrtes Areal, und da haben wir gedreht.
Eingereist sind wir mit EX1 & FS700, inkl. Carnet. Keine Probleme am Zoll oder Immigration.
Allerdings war das LA, ich denke da sind sie lockerer.

Sind vor ca. 5 jahren einmal über Denver nach Mexiko, das war nicht gut.
Fragen Fragen Fragen, Gepäckcheck - Anschlussflug verpasst.

Ich denke also wenn du in dr Firma mit kleinem Equipment drehst, dann ist das eher locker zu sehen. Zudem San Francisco dürfte auch entspannter sein.

Schwierig ist es wenn du auf dem Land oder so in der Stadt drehst, dann solltest du die (siehe oben) etwas überlegen.

G
ChB
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RoyalTS
Senior Cutter


Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 568

Re: Verständnisfrage Dreh USA
05.03.2015, 21:28

Ich habe acht Jahre lang jedes Jahr eine Sportdokumentation mit überschaubarer Technik gedreht.
Dazu gehörten Eindrücke vom Event, Unterkunft der Sportler, Interviews.

Im ersten Jahr hatte ich mir ein Visum bei der US-Botschaft geholt. Die Mitarbeiter waren so extrem langsam, desinteressiert, träge und kommunikationsfaul, dass ich die Zusage erst einen Tag vor meinem Flug bekommen hatte. Im Grunde hätte es auch eine Absage werden können, wodurch ich auf den Flugkosten sitzen geblieben wäre, während des Botschafts-Personal Willkür hätte walten lassen.

In den Jahren danach bin ich mit überschaubarem Aufwand einfach "privat" eingereist und habe keine schlafenden Hunde geweckt. Da ging immer alles gut.

Kurzum:
Einreise mit vorab ausgestelltem Visum und noch Carnet für den Zoll war IMMER ein Krampf und wurde nie ordentlich behandelt. Selbst mit den größten Bemühungen wurde das Carnet von den Beamten nicht ordnungsgemäß ausgefüllt, so dass ich es mir am Ende hätte sparen können. Im schlimmsten Fall kann es einen Zwischenstopp so lange verzögern, bis man den Anschlussflug verpasst, wofür sich KEINER der dort arbeitenden Beamten interessiert.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Mein Tipp: Privat einreisen, überschaubares Equipment (Stativ, gute, aber handliche Kamera, ordentlicher Ton) und freundlich bleiben. Dann interessiert sich niemand für deine Technik. Es gibt garantiert genug Hobbyfilmer, die mit mehr Technik im Gepäck reisen, als ein gut geordneter Profi-Filmer, der unauffällig bleiben möchte.

Manche mögen es nun rebellisch, naiv oder leichtsinnig nennen.
Ich nenne es es pragmatisch. Es sind meine Erfahrungen über acht Jahre USA-Dreh. (d.h. jedes Jahr eine Woche)

Einem Kollegen aus Australien ging es übrigens genauso und er teilt meine Meinung. Und er ist mit wesentlich größerer Technik (Schulterkameras etc) unterwegs. Eingereist ist er immer "privat".


PS:
Denk daran, den Shutter auf 30 oder 60fsp zu stellen.
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